Entwicklung der Kerpener Schulen auf Basis des aktuellen SEP

PRESSEMITTEILUNG 

Der gestrige Schulausschuss hat sich mit dem Schulentwicklungsplan, also mit der mittel- und langfristigen Entwicklung an den Kerpener Schulen, befasst.

Dabei wurde viel über die Defizite in den Sindorfer Grundschulen gesprochen. „Ich bin positiv überrascht, dass die Kerpener CDU-Koalition sich unserer bisherigen Forderung nach einer dritten Grundschule in Sindorf anschließt. Der SPD-Ortsverein Sindorf treibt dieses Thema schon seit 2004, federführend durch Branko Appelmann voran“, so Schulausschussvorsitzender Torsten Bielan.
Mit der im Ausschuss einstimmigen Meinung zur dritten Grundschule erreichen wir für die Sindorfer Schülerinnen und Schüler einen signifikanten Mehrwert. Wichtig ist nun der zügige Baubeginn.

Das Raumprogramm für die Europaschule muss kurzfristig auf die angedachte Neunjährigkeit angepasst werden. Auch die bisherigen Planungen hinsichtlich Neubau bzw. Sanierung müssen der aktuellen Situation angepasst werden, da es nach Aussage der Schulleitung keinerlei Bestrebungen innerhalb der Schulgemeinschaft gibt, G9 nicht einzuführen.
Für das größte Gymnasium in NRW ist eine kurzfristige Planungssicherheit wichtig. Der letzte Arbeitskreis zur Europaschule wurde vor 9 Monaten durch die Verwaltung einberufen, bis heute scheint nichts weiter geschehen zu sein.
„Wie sollen Eltern bzw. Schüler in dieser unsicheren Situation besten Gewissens auf die Europaschule wechseln?“, so Bielan. Die Raumprogramme müssen schnellstens durch die Verwaltung aktualisiert und die Politik wieder in den Prozess eingebunden werden.

Der Schulentwicklungsplan prognostiziert im Hauptschulbereich für die Stadt Kerpen eine langfristige Entwicklung hin zu nur noch einem Standort. Aufgrund der sinkenden Schülerzahlen empfiehlt der SEP mittel bis langfristig die Schließung der GHS Horrem. „Die Entwicklung der Schülerzahlen müssen wir rollierend überprüfen. Sollte sich die im SEP gezeigte Tendenz in den nächsten Jahren bewahrheiten, wird dieses Thema politisch zu behandeln sein, wobei die Relevanz diese Schulform im Stadtgebiet unbestritten ist. Jetzt schon Fakten zu schaffen, ohne zu sehen, ob die Schülerzahlen so eintreten, wäre fahrlässig.“, so Bielan.
Bereits heute ist aufgrund der geringeren Schülerzahlen in der GHS Horrem zu überlegen, ob die Außenstelle Burgschule nicht genutzt werden kann, das starke Raumdefizit an den Horremer Grundschulen zu mindern. Sollte der Bedarf an Hauptschulplätzen in der Zukunft sich doch nicht so stark nach unten entwickeln, wäre die Stadt flexibler in ihren Handlungsmöglichkeiten.

Nach Rückfrage durch den Ausschussvorsitzenden bestätigte der Gutachter, dass die Inanspruchnahme der Ganztagsbetreuung zukünftig noch stark wachsen wird, weshalb bei Neu- und Anbauten als Empfehlung das große Raumprogramm vorgeschlagen wird. „2 OGS-Räume je Zug bei perspektivisch  80%-100% Inanspruchnahme sehen wir als Minimalanforderung in unseren Grundschulen“, so Bielan.

Torsten Bielan
Schulausschussvorsitzender

Andreas Lipp
Fraktionsvorsitzender

print

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.