Sozialer Wohnungsbau

PRESSEMITTEILUNG

In der Ratssitzung der Kolpingstadt Kerpen vom 08.11.2016 wurde mit der Mehrheit um die CDU beschlossen, dass Wohnraum für Bürgerinnen und Bürger mit geringerem Einkommen nur begrenzt notwendig ist.


Die SPD hatte gefordert, dass in dem Neubaugebiet „Vinger Weg“ in Kerpen 25% der zu bauenden Wohnungen und Häuser im sozial geförderten Wohnungsbau errichtet werden. Dies wurde abgelehnt.
Hier ist die CDU mit ihrer Mehrheit der Auffassung, dass es mit 15% genug ist.  Es ist davon auszugehen, dass diese Vorgaben auch für die weiteren Neubaugebiete gelten sollen.

Dass geförderter Wohnraum in allen Städten knapp ist, dass es für junge Familien mit geringerem Einkommen immer schwieriger wird, eine geeignete Wohnung zu finden, wird von allen bemängelt.
Hier hätte sich eine Gelegenheit gegeben, einen kleinen Teil zur Verbesserung des Missstandes beizutragen.
Das wurde von der Partei mit dem „C“ im Namen jedoch für nicht als notwendig erachtet. Soviel zur sozialen Gerechtigkeit.

„Fragen Sie die Damen und Herren der Mehrheitskoalition um CDU, FDP und BBK/Piraten doch ein einmal, warum sie diese dringend benötigten Wohnungen ablehnen und fragen Sie sie auch, wo denn dann die Menschen leben sollen, die darauf angewiesen sind.“ ermuntert Andreas Lipp, Fraktionsvorsitzender der SPD die Kerpenerinnen und Kerpener. „Die lösen sich ja nicht einfach in Luft auf. Aber Probleme oder Notwendigkeiten zu ignorieren, ist in unserer CDU geführten Stadt ja inzwischen Mode. Ich frage: Wo sind die Wohnungen für den kleinen Mann? Wo die günstigen Mietshäuser für diejenigen, die durch das harte Raster unserer Wirtschaft gefallen sind und nun am Ende ihres Erwerbslebens abgeschoben wurden? Hat man bei der CDU vergessen, wie viele Menschen in unserer Stadt Anrecht auf einen Wohnberechtigungsschein haben? Wenn nicht, muss man sich die Frage gefallen lassen: Warum lehnen sie umfassende, längst überfällige Verbesserungen für diese Menschen ab?“

Andreas Lipp
Fraktionsvorsitzender

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