Antrag

Kerpener Straße in Sindorf – Neues Wohn- und Geschäftshaus neben dem Cafe, Umpflasterung der öffentlichen Fläche

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

noch in der Phase der Veröffentlichung des Bauvorhabens durch das Bauschild vor Ort hatten wir mit dem zuständigen Dezernenten in einer Fraktionssitzung eine ausgiebige Diskussion zu dem Neubau des Wohn- und Geschäftshauses auf der Kerpener Straße auf dem ehemaligen Centershop-Gelände.

Hierbei kam vor allem zur Sprache, dass bei Veränderungen der Zufahrtslage das Verursacherprinzip gilt und somit der Bauherr verpflichtet ist, die erforderliche Umpflasterung im Gehweg und Parkstreifen der Kerpener Straße auf seine Kosten vorzunehmen.

Wichtig dabei war, dass diese Arbeiten in der gleichen Qualität und in dem gleichen Gestaltungsbild der Kerpener Straße erfolgen müssen. Dieses wurde zugesichert.

Nachdem das Bauvorhaben nun Anfang des Jahres abgeschlossen war, wurde erneut auf dem kleinen Dienstweg immer wieder angemahnt, dass endlich die Umpflasterung durchgeführt wird, da vor der neuen Zufahrt ein öffentlicher Parkplatz ausgepflastert ist.
Es hat dann immer noch Wochen, besser gesagt Monate gedauert, bis nun endlich etwas geschehen ist.
Die Arbeiten wurden am Samstag, dem 21.07.2018 durchgeführt. Allerdings in einer Qualität, die mich entsetzt. Es wurde nicht das Gestaltungskonzept der Kerpener Straße beibehalten.
Es wurden einfach die Betonsteine 20/10/8 ausgetauscht. Der begrenzende „Rand“ aus Granitsteinen ist stehengeblieben und an dem neu gepflasterten Parkplatz nicht ausgeführt worden.
Die Anlieger haben sehr viel Geld in Form von Anliegerbeiträgen für dieses hochwertige Gestaltungskonzept der Hauptgeschäftsstraße in Sindorf bezahlt und damit auch ein Recht darauf, dass dieses Konzept auch beibehalten wird. Beete und Parkstreifen sind durch einen Granitstreifen gefasst.

Wie die beigefügten Fotos zeigen, wurde dieses Konzept nun zerstört und auf billigste Art und Weise die Verkehrsfläche umgepflastert, offensichtlich auch noch aus Materialresten des privaten Bauvorhabens.

Foto 1 zeigt, dass der Granitstreifen nicht entfernt und vor dem verbleibenden Parkplatz als Abgrenzung neu gesetzt wurde. Auch ist hier zu erkennen, vor Ort noch deutlicher, dass hier zwei verschiedene Grautöne verarbeitet wurden.  Nach wie vor ist nicht zu erkennen, dass hier kein Parkstreifen mehr ist.

Foto 2 zeigt, dass sogar der Betonstein in Anthrazit neben dem Granitstreifen stehen gelassen wurde, da er offensichtlich in dem Unterbeton des Granitstreifens steht.

Foto 3 zeigt, dass bei dem neu angelegten Parkplatz der Granitstreifen erst gar nicht gesetzt wurde und somit der Parkplatz nicht abgegrenzt ist, außer durch die Farbe.

Wie soll das Ordnungsamt bei den Kontrollen denn jetzt erkennen wo geparkt werden darf und wo nicht? Abgesehen davon, dass das Gestaltungsbild und damit die hochwertige Qualität der Kerpener Straße zerstört wurde.
Abgesehen von diesen erheblichen Qualitätsmängeln wäre es möglich gewesen, vor dem Geschäftshaus zwei Parkplätze herzustellen.

Ich hoffe, dass diese Ausführung nicht auch noch mit Ihrer Verwaltung abgestimmt ist, oder auch noch abgenommen werden sollte.

Ich beantrage, dass unverzüglich – nicht erst wieder in einigen Wochen oder Monaten – die Arbeiten ordnungsgemäß in der vorhandenen Qualität und dem Gestaltungsgrundsatz der Kerpener Straße ausgeführt werden.

Das bedeutet:
Der Granitstreifen ist vor der neuen Zufahrt zu entfernen und der verbliebene Parkplatz mit einem Granitstreifen vor Kopf zu beenden.
Der neue Parkplatz ist mit einem Granitstreifen einzufassen.
Die Qualität der Ausführung insgesamt ist genauestens zu überwachen.

Weiterhin beantrage ich, da aus welchem Grund auch immer nur ein Parkplatz ausgeführt wurde, der hier gewonnene Raum für eine in diesem Geschäftsbereich dringend erforderliche Abstellanlage für Fahrräder genutzt wird.

Auch diese Fahrradabstellmöglichkeiten sollten nicht Wochen oder Monate auf sich warten lassen, sondern kurzfristig ausgeführt werden.

Ich erwarte jetzt eine unverzügliche Umsetzung, da über die Monate genug Worte gewechselt wurden und das vor Ort zu erkennende Ergebnis ein Trauerspiel für die Durchsetzungskraft Ihrer Verwaltung ist.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Schauwinhold
Stadtverordneter aus Sindorf

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