Haltepunkt Sindorf – Technische Ausrüstung

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

der Haltepunkt Sindorf und das Verhalten der DB AG zur Situation an diesem sind und bleiben ein Ärgernis.

Seit Monaten kann der Fahrkartenautomat am Rampenkopf nicht ordnungsgemäß bedient werden, wie ich es immer wieder morgens früh von Nutzern erfahre.
Das elektrische Info-Laufband befindet sich nur in Bahnsteigmitte und ist somit nur im näheren Bereich lesbar.
Weiterhin ist seit Monaten die Lautsprecheranlage ausgefallen. Ansagen erfolgen nur noch über den Lautsprecher in Bahnsteigmitte am Laufband. Somit sind sie nicht mehr über die Bahnsteiglänge verständlich.

Im Gleisbereich fehlt die Kennzeichnung des Halts für Kurz-Züge, und zwar in beide Richtungen. Das führt dazu, dass die Lokführer mit einem Kurz-Zug halten wo sie wollen.
Da Kurz-Züge auch nicht angekündigt werden, darüber hinaus diese im Dunklen auch nicht zu erkennen sind, entsteht erst bei Halt des Zuges am Bahnsteig ein entsprechendes Hasten und Eilen.
Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen haben dann das Nachsehen, vor allem weil der Lokführer nicht aus dem Fenster schaut, sondern sich auf die elektronischen Zeichen in seinem Führerstand verlässt und dann abfährt ,wenn die Türen als geschlossen gemeldet sind, gleich ob es alle geschafft haben einzusteigen oder nicht.

Insgesamt wurden diese Punkte immer wieder von den Kunden an die DB AG auf dem  „kleinen Dienstweg“, also über die zur Verfügung stehenden Kontaktadressen herangetragen. Wen wundert es, es ändert sich natürlich nichts.

Ich beantrage daher, dass die Verwaltung in Verhandlungen mit der DB AG und dem Verkehrsverbund sicherstellt, dass diese Missstände endlich behoben werden:

  • Die Lautsprecheranlage wieder vollständig in Betrieb genommen wird.
  • Der Halt für Kurz-Züge entsprechend den Vorschriften der DB AG festgelegt und vor allem über Gleiskontakt eine Ansage ausgelöst wird, wenn ein Kurz-Zug einfährt.
  • Das Info-Laufband so ergänzt wird, dass die Informationen über den gesamten Bahnsteig gelesen werden können. Weiterhin, wie schon vor Monaten beantragt, an der Unterführung ein zusätzliches Band angebracht wird, damit die Kunden bereits am ZOB Informationen erhalten können.

Weiterhin ist erneut über den Verkehrsverbund die DB AG in Leistungsverzug zu setzen, da nach wie vor im Berufsverkehr Kurz-Züge eingesetzt werden. Denn die Leistungsfähigkeit, entsprechend Vertag zwischen DB und Verbund, ist nicht mehr gegeben.
Es kann nicht sein, dass durch die Umweltpolitik auf die Nutzung des ÖPNV verwiesen wird und dann durch die DB AG alles dazu getan wird, dass die Menschen doch besser mit dem Auto fahren.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Schauwinhold
Stadtverordneter aus Sindorf

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