Kommentar der SPD zum Bericht „Mehr Geld für Vertreterinnen gefordert“ vom 29.11.2016

Leider irritiert die Überschrift bereits mehr, als dass sie den Sachverhalt richtig darstellt. Da wird nicht mehr Geld für Vertreterinnen der Kita-Leitungen gefordert, sondern es gibt eine tarifvertragliche Vereinbarung aus dem Jahr 2015 dazu!

Zur Sache: Im Tarifvertrag ist geregelt, dass die Kita-Leitungen durch Stellvertreter/innen vertreten werden sollen. „Sollen“ heißt in diesem Zusammenhang „müssen“! Und wenn dies so gehandhabt werden muss, sagt der Tarifvertrag aus, muss dies entsprechend auch höher vergütet werden.

Das weiß jeder Personaler in der freien Wirtschaft, aber offensichtlich nicht der Bürgermeister der Kolpingstadt Kerpen. Vielleicht ist es seiner beruflichen Vita geschuldet, dass er nun als Jurist diese rechtliche Spitzfindigkeit an den Tag legt und die Wörter „sollen“ und „müssen“ gegeneinander ausspielt, um den Mitarbeiter/innen, die dies betrifft, die ihnen zustehende Vergütung zu verweigern.

Aber ist dies der richtige Umgang? Motiviert man so seinen Personalkörper? Ist es das, was Herr Spürck bei seinem Amtsantritt meinte, als er sagte: „Ich kann Verwaltung.“?

„Und als Krönung hat er sich in der Personalversammlung nicht mal der Diskussion gestellt, mit der Begründung, er habe wichtige Termine. So sieht erstens Wertschätzung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht aus und zweitens ist es eine einfache Frage der Handhabung seines Kalenders. Eine Personalversammlung erscheint ja nicht einfach aus dem Nichts, der Termin steht länger fest und Herr Spürck ist immer noch Chef der Verwaltung. Es ist seine Pflicht sich in diesem Gremium seinen Mitarbeitern bis zum Schluss der Veranstaltung zu erklären und  auch der Diskussion zu stellen. Das sollte er wissen.“, so Andreas Lipp, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion.

Wer gutes Personal will, muss es auch entsprechend vergüten und sich vor allem an Vereinbarungen halten. Was also will der Bürgermeister?

Andreas Lipp
Fraktionsvorsitzender

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