Kolpingstadt Kerpen erhöht Wohnungsmieten auf einen Schlag

PRESSEMITTEILUNG

Für 12 vermietete der 15 im Eigentum der Kolpingstadt Kerpen befindlichen Wohnungen beschloss gestern eine Mehrheit aus CDU, BBK, FDP/Piraten im Haupt- und Finanzausschuss die Erhöhung der Mieten um 15%! Auch die UWG in Person des Stadtverordneten Scharping befürwortete die Mieterhöhung in einem Schritt, wenn er auch nicht stimmberechtigt gewesen ist.

„Ja, Mieten müssen angepasst werden, wenn die letzte Anpassung nun 11 Jahre zurückliegt.“, kommentiert der SPD Fraktionsvorsitzende Andreas Lipp die Vorlage. „Aber 15% auf einen Schlag sind einfach eine plötzliche und unverhältnismäßige große Erhöhung für die Mieter.“

Dem Vorschlag der SPD, die Erhöhung auf 3 Jahre zu verteilen, wurde von den vorgenannten Parteien eine Absage erteilt. Bei der CDU war man der Meinung, dass diese Erhöhung keine unverhältnismäßig hohe Belastung sei.

„Das ist unsozial.“, ergänzt Daniel Dobbelstein, stv. Fraktionsvorsitzender der SPD. „Wer die Zusammensetzung der Kerpener Bevölkerung kennt, und das erwarte ich von einem Stadtverordnetem, der weiß wie notwendig zum einen günstiger Wohnraum ist und über welche Einkommen die Einwohner Kerpens im Schnitt verfügen. Die 15%ige Erhöhung bedeutet pro Wohnung in etwa einen monatlichen Mehraufwand von rund 60 Euro, das sind immerhin 720 Euro im Jahr. Das muss man erstmal aufbringen und viele können so einen Betrag eben nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln, wie vielleicht manch ein Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses.“, erklärt Dobbelstein.

„Der Markt wird von Angebot und Nachfrage getrieben. Wenn es keine Wohnungen mehr im unteren Segment gibt, steigen die Preise für uns alle, und wie knapp der Wohnraum im untersten Preissegment ist, davon kann der Kreis mit seinen explodierenden Kosten der Unterkunft ein Lied singen.“

Hieran ist einmal mehr zu sehen, für wen die CDU-geführte Mehrheitskoalition eben keine Politik macht: Für den zur Miete wohnenden Durchschnittsbürger.

Andreas Lipp
Fraktionsvorsitzender

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