Antrag

Die Argumente waren dann doch überzeugend – Mahnmal wird endlich instandgesetzt!

Pressemitteilung

Nachdem sich 10 Jahre nach dem 2. Weltkrieg, also vor 65 Jahren, in Sindorf 70 ehemalige Kriegsgefangene zusammengefunden hatten, ließen sie durch eigene Mittel und durch Spenden 1963 das Mahnmal “Brennende Welt” errichten. Alle die das Mahnmal damals bei einer feierliche Einweihung unter Teilnahme von Repräsentanten des Heimkehrer-Verbandes, des Kreistages, Gemeinderates, der Kreis und Gemeindeverwaltung, der Bundeswehr, Kirchen, Schulen, dem Roten Kreuz und allen Ortsvereinen in die Obhut der Gemeinde übergaben, hätten sich sicher damals nicht träumen lassen, wie schwierig es 55 Jahre später sein würde, eine notwendige Instandsetzung in Auftrag zu geben.

Zwei Anläufe waren dafür notwendig. Im März 2012 wurde der damalige SPD-Antrag zur Reparatur des Mahnmals noch von den übrigen Ratsfraktionen abgelehnt.

So sah die Vorlage der Verwaltung im gestrigen Bau- und Feuerschutzausschuss vor, auf die Instandsetzung aus Kostengründen zu verzichten, da es sich um keine Pflichtaufgabe handeln würde. Dies warf die Frage auf, ob man ein Mahnmal in der Nähe des Rathauses auch so verkommen lassen würde.

„Die Stadt hat sich um ihre Gedenkstätten zu kümmern!“, erklärte in der Sitzung der Fraktionsvorsitzende der SPD Andreas Lipp. Gerade in der heutigen Zeit, in der es kaum noch Zeitzeugen gibt um die Generationen zu mahnen, die den Krieg und seine verheerenden Auswirkungen nie miterlebt haben, wäre es geradezu grotesk, solche Mahnmale vor sich hin bröckeln zu lassen.

„So etwas sollte eigentlich zum laufenden Geschäft der Verwaltung gehören und es ist beschämend, dass die Politik hier überhaupt eingreifen musste. Aber ein guter Tag für das Mahnmal und ein guter Tag für das Gedenken gegen Krieg und Vertreibung“, so Branko Appelmann der sich im Vorfeld sehr für die Instandsetzung des Mahnmals eingesetzt hatte.

Branko Appelmann
Vorsitzender SPD Sindorf

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