Pressemitteilung

CDU votiert im Schulausschuss gegen den dringenden Aufbau von Schulsozialarbeitern

P R E S S E M I T T E I L U N G

„Es ist ein Unding, dass Herr Ripp mit seiner CDU den dringenden Aufbau von Schulsozialarbeitern blockiert“, findet Schulausschussvorsitzender Torsten Bielan nach dem Schulausschuss am 28.11.2018. Hier wurde sein Antrag vom 05.09.2018 zur Erhöhung der Sozialarbeiterstellen in Grundschulen nicht beschlossen sondern durch die CDU mit Hinweis auf die Kosten in die Haushaltsberatungen verschoben.

Zum Hintergrund: Bisher sind 2 Schulsozialarbeiter für die insgesamt 11 Grundschulen in Kerpen zuständig. Die Stadtschulleiterkonferenz hatte bereits mit Schreiben vom 13.07.2018 ausführlich und anschaulich erläutert, dass die Arbeit an den Grundschulen stark nachgefragt wird, 2 Kräfte allerdings für 11 Grundschulen viel zu wenig seien. Es wurde darum gebeten, das gleiche Kinder-Betreuer-Verhältnis, wie an den weiterführenden Schulen, einzurichten.
Auf Basis des Antrags des Schulausschussvorsitzenden Bielan hat die Verwaltung zum aktuellen Ausschuss mitgeteilt, dass bei gleichem Verhältnis 9 zusätzliche Stellen an den Grundschulen geschaffen werden müssten.

Selbst die Verwaltung schreibt in ihrer Stellungnahme, dass 2 Stellen für 11 Grundschulen nicht ausreichen, um den stark angestiegenen Bedarfen und Anforderungen Rechnung zu tragen. Auch die Schulleitung der Clemensschule schreibt im Namen aller Grundschulen am 12.11.2018 „Wenn die Stadt Kerpen die Entwicklung ihrer jungen Mitbürgerinnen und Mitbürger und deren Bildung ernst nimmt, sollte sie in zusätzliche Schulsozialarbeiterstellen investieren. Nur so kann sie aufwändige Kosten für Heimunterbringung, Einzelfallhilfen und weitere ambulante Jungendhilfeleistungen auf Dauer reduzieren“.

„Es ist für mich unbegreiflich, dass die CDU mit Herrn Ripp nach all den Informationen im Schulausschuss die hohen Kosten anprangert und offensichtlich die zwingende Notwendigkeit für unsere Kerpener Grundschüler nicht sieht und dagegen das Thema in die Haushaltsberatungen verschieben will. Ich frage mich, was sich an der Sachlage durch die zeitliche Verschiebung von 2 Monaten verändert. Weder wird sich die Lage in den Grundschulen signifikant verändern, noch die Haushaltslage“, so Bielan.

„Das ist politisches Taktieren auf Kosten unsere Kinder. Wir brauchen die Schulsozialarbeiter, die Notwendigkeit wird von allen Beteiligten bescheinigt. Wenn die CDU hier Finanzierungsprobleme sieht, muss sie als Mehrheitskoalition mit CDU-Bürgermeister entsprechend handeln und nicht nur Probleme verwalten.“, kommentiert der Fraktionsvorsitzende Andreas Lipp das Ergebnis der Sitzung, an welcher auch er teilgenommen hatte.

Andreas Lipp
Fraktionsvorsitzender

Torsten Bielan
Schulausschussvorsitzender

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