Waldbrandrisiken für unsere Bevölkerung und unser Ökosystem, konkret: Befahrbarkeit und Optimierung (Sanierung/Ersatzbauwerke) von Brücken vor und in den Waldgebieten im Stadtgebiet Kerpen

Waldbrandrisiken für unsere Bevölkerung und unser Ökosystem, konkret: Befahrbarkeit und Optimierung (Sanierung/Ersatzbauwerke) von Brücken vor und in den Waldgebieten im Stadtgebiet Kerpen

Anfrage gemäß § 18 der Geschäftsordnung zur nächsten Sitzung des Bau- und Feuerschutzausschusses am 26.08.2021

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

unter Bezugnahme auf unsere Anfrage vom 17.05.2021 bitten wir die Verwaltung um Beantwortung folgender Fragen zur vorstehenden Ausschusssitzung:

  1. Wie ist der aktuelle Stand der Planungen für den avisierten Abriss der schmalen, für den Fahrzeugverkehr gesperrten, filigranen Holzbrücke „Am Rosengarten“ neben der sog. „3. Erft“ und die technische Ersatzlösung durch einen verrohrten Durchlass mit einem darüber verlaufenden Fahrdamm?
  2. Wie ist der aktuelle Stand der Planungen für den beabsichtigten Abriss der ebenfalls für den Fahrzeugverkehr gesperrten und mit einer Tragkraft von nur 2,8 t ausgeschilderten „Nadelöhr-Brücke“ über den Erftflutkanal an der verlängerten Cyriakusstraße bei Götzenkirchen (an der ehemaligen „Waldschenke“) sowie das vom zuständigen Fachamt avisierte Ersatz-Brückenbauwerk?
  3. Wie ist der aktuelle Sachstand hinsichtlich der ebenfalls nur mit einer geringen Tragkraft ausgestatteten Holz-Brücke über den Erftflutkanal zum Waldgebiet Kerpener Bruch und der Holz-Brücke „An kalte Wasser“ in diesem Waldgebiet?

Begründung:

Die aktuellen furchterregenden Waldbrandkatastrophen in Griechenland, Italien, der Türkei, Russland, Finnland, Kanada, USA etc. gemahnen uns an die durch den sich verstärkenden Klimawandel mit seinen langen Dürre- und Trockenperioden wachsenden großen Risiken auch für unsere Waldgebiete mit massiven Folgen für Ökosysteme und Menschen.

Die Verwaltung hat mit Vorlage vom 01.06.2021 in der Bau- und Feuerschutzausschusssitzung am 17.06.2021 / TOP 12 die aktuellen Sachstände berichtet.

Dabei liegt unser Fokus auf den oben genannten vier Brückenbauwerken hinsichtlich ihrer Befahrbarkeit (guter bautechnischer Zustand, ausreichende Durchfahrtbreite und Tragfähigkeit) auch für schwere Fahrzeuge, da diese eine schnelle Brandbekämpfung mit Aussicht auf Erfolg sicherstellt.

Auch ist es notwendig, dass bei Schneebruch, Sturmschäden, Schädlingsbefall und klimawandelbedingtem Absterben von Bäumen umgestürzte Bäume umgehend aus den betroffenen Waldgebieten entfernt werden, um unter anderem auch die Zugänglichkeit unserer Waldgebiete unter Verkehrssicherheitsaspekten für unsere Bevölkerung zu gewährleisten und bei massivem Schädlingsbefall (z. B. Borkenkäfer) eine weitere Ausbreitung in den betroffenen Waldgebieten zu verhindern.

Zu 1 wurden laut Verwaltung die Genehmigungsanträge zum dritten Mal beim Rhein-Erft-Kreis eingereicht. Es fragt sich, ob die Genehmigungen nunmehr vorliegen bzw. wann mit dem Abriss und der Errichtung des Ersatzbauwerkes zu rechnen ist.

Zu 2 hatte die Verwaltung von einem möglichen Baubeginn für das Ersatzbauwerk „im Herbst 2021“ gesprochen. Es stellt sich die Frage, ob diese Zeitplanung noch realistisch ist.

Zu 3 hatte die Verwaltung ausgeführt, dass der Baubeginn der Brücke über den Erftflutkanal zum Waldgebiet Kerpener Bruch ebenfalls im Herbst 2021 erfolgen kann. Auch hier daher die Frage, ob dieser Zeitplan eingehalten werden kann. 
Zu der ebenfalls nachgefragten Holz-Brücke „An kalte Wasser“ hatte die Verwaltung am 01.06.2021 keine Aussage getroffen, so dass um Stellungnahme gebeten wird.

Wir bitten um schriftliche Beantwortung auch gerne vorab.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Jenke
Kommissarischer OV-Vorstand
SPD Horrem/Neu-Bottenbroich

Daniel Fernandes
1. stv. kommissarischer OV-Vorstand
SPD- Horrem/Neu-Bottenbroich

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