Landesgartenschau

Als Text verweisen wir auf unseren Ortsverein BBT, der diese Idee federführend ausgearbeitet hat:
Pressemitteilung OV BBT

Hier sammeln wir einige Fragen, die im oben verlinkten Text ebenfalls beantwortet werden. Da die Fragen aber dennoch öfter aufkommen, wollen wir diese hier nochmals gesondert beantworten.

Was wir vorhaben:
Wir möchten erreichen, dass in Kerpen eine Landesgartenschau stattfindet.

Warum?
Landesgartenschauen sind Investitionsprogramme für die Infrastruktur. Einfacher ausgedrückt hat man als ausrichtende Stadt einer Landesgartenschau die Möglichkeit Straßen, Veranstaltungshallen, Brücken und Wege zu reparieren, sanieren, renovieren.
Das ganze eingebettet in eine Veranstaltung, in der wir unsere Heimatstadt bekannter machen, und öffentliches Interesse erzeugen.

Warum keine Förderprogramme ohne Landesgartenschau nutzen?
Förderprogramme sind überzeichnet. Kerpen kommt oft, trotz vorbildlichen Einsatzes in der Verwaltung nicht zum Zuge. Als Ausrichter einer Landesgartenschau wird man bevorzugt.

Die Stadt Kerpen ist doch immer pleite?
Der Haushalt einer Stadt ist natürlich nicht darauf ausgelegt Geld über zu behalten. Daher ist eine „rote Null“ in Städten nahezu beabsichtigt. Aber natürlich befinden wir uns im Haushaltssicherungskonzept und müssen wieder nachweisen, dass wir einen Haushalt ausgeglichen gestalten können. Das ist aber nun bereits für das Jahr 2016 nahezu geschehen. Landesgartenschauen sind zudem Investitionsprogramme für „klamme Kommunen“. Die Stadt Zülpich hat bisher den größten Investitionshaushalt aller Landesgartenschauen gestemmt, war gleichzeitig die kleinste Kommune, die jemals eine LaGa ausgerichtet hat und ebenfalls im Haushaltssicherungskonzept.

Warum soll Kerpen bekannter werden?
Wir stehen als Stadt auf vielen Ebenen im Wettbewerb mit anderen Kommunen. Beispielhaft sei hier die Versorgung mit Ärzten genannt. Aktuell sind alleine bei den Hausärzten 6 Stellen in Kerpen unbesetzt. Eine Stadt die mit positiven Ereignissen in der Presse ist, hat natürlich eine höhere Chance, dass sich Ärzte hier ansiedeln.

Wer soll das bezahlen?
Eine Landesgartenschau bringt den Kommunen Geld. Wir gehen mit einem Risiko von zunächst ungefähr 50.000€ in eine Machbarkeitsstudie. Das Risiko erhöht sich, wenn eine Bewerbung sinnvoll erscheint (auf Basis der Machbarkeitsstudie). In Summe waren es bei den letzten (und aktuell bezuschlagten) Landesgartenschauen immer unter 200.000 €. Bei Erfolg winken mindestens 5 Millionen € im besten Falle bis zu 25 Millionen € Zuschuss!

Wo?

Plan zur LaGa 2026

Was soll Teil der LaGa sein?
Schloss Türnich
Renaturierungsgebiet der Erft
Flächen zur Darstellung einer insektenfreundlichen Bepflanzung
Sportflächen (Fussballplatz Türnich)
Schloss Gymnich
Renaturierung der Kiesgrube
Energiegewinnung durch Turbinen in der Erft
Burg Mödrath
Papsthügel
Boisdorfer See
u.v.m.

Aber Schloss Gymnich steht doch in Erftstadt, und Erftstadt will nicht mitmachen?
Die Verantwortung für das Schloss Gymnich liegt zu nicht unerheblichen Teilen beim Kreis. Außerdem bezweifeln wir, dass wenn es Fördergelder gibt, Erftstadt auf die Nutzung dieser verzichten wird.

Wieso soll die LaGa in Kerpen denn kein Desaster werden? Ausbleibende Zuschauer, überschrittene Budgets?
Unser Konzept basiert auf denselben Überlegungen, die in den letzten Jahren vielfach zu erfolgreichen Landesgartenschauen geführt haben. Wir nutzen was bereits vor Ort ist, und werten diese Dinge „nur“ auf. Wir bauen keine neue Protzhalle um Veranstaltungen im Rahmen der LaGa abhalten zu können, sondern würden bestehende Gebäude (bspw. die Erfthalle) ertüchtigen.
Wir erschließen keine völlig neuen Landschaften, sondern nutzen die bereits in Renaturierung befindliche Erft. Wir bauen keine neuen historischen Häuser zur Aufwertung unserer Stadt, sondern binden die Schlösser Mödrath, Türnich und Gymnich in unsere Planungen ein.

Zu den Zuschauern habt ihr nichts gesagt. Wie viele werden es?
Geplant werden Landesgartenschauen mit 400.000 Zuschauern. Diese wurden in den letzten 20 Jahren immer deutlich überschritten.

Wie soll das denn gehen? 400.000 Menschen, eher mehr?
Da möchten wir in 2 Teilen antworten.
1. https://de.wikipedia.org/wiki/Marienfeld_(Weltjugendtag)
2. Die Besucher verteilen sich auf den Zeitraum April bis Oktober. Natürlich ist aber gerade dies ein in einer Machbarkeitsstudie zu behandelnder Aspekt.

Wie gehts denn nun weiter?
Wir werben für unsere Idee. Es wird vom Ortsverein BBT Veranstaltungen geben, in denen die LaGa nochmal öffentlich vorgestellt wird. Zum Ende des Jahres wird es dann einen Antrag auf Beauftragung einer Machbarkeitsstudie geben. Wir hoffen bei den anderen politischen Lagern genügend Zustimmung für eine Mehrheit erreichen zu können. Positive Signale gibt es schon aus einer Vielzahl der im Rat vertretenen Parteien.

Termin 1: 18.09. um 19:00 Uhr in der AWO in Brüggen

Termin 2: 09.10. um 19:00 Uhr – Ort noch unklar.