Attraktivitätssteigerung des Friedrich-Ebert-Platzes in Horrem durch verbesserte optische Gestaltung und ein strukturiertes Nutzungs- und Veranstaltungskonzept einschließlich der Gastronomie

Attraktivitätssteigerung des Friedrich-Ebert-Platzes in Horrem durch verbesserte optische Gestaltung und ein strukturiertes Nutzungs- und Veranstaltungskonzept einschließlich der Gastronomie

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die SPD-Fraktion beantragt die Beratung dieser Angelegenheit sowie die folgende Beschlussfassung in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Verkehr:

Der Ausschuss beschließt, die Verwaltung mit der Erarbeitung von Vorschlägen für eine verbesserte optische Gestaltung und ein strukturiertes Nutzungs- und Veranstaltungskonzept, einschließlich eines optimierten Gastronomieangebotes für den Friedrich-Ebert-Platz in Horrem zu beauftragen und in der danach folgenden Ausschusssitzung vorzustellen. Die Bürgerinnen und Bürger sind an der konkreten Gestaltung zu beteiligen.

Begründung:

Im Rahmen unserer zahlreichen Gespräche mit Horremer Bürgerinnen und Bürgern wurden Vorschläge und Anregungen zur Attraktivitätssteigerung und nachhaltiger Belebung des Friedrich-Ebert-Platzes in Horrem vorgetragen.

Wichtigste Kritikpunkte aus der Bevölkerung zur derzeitigen Situation (Zitate):

  • Der Friedrich-Ebert-Platz wirke durch die große, ungeteilte Platzfläche beziehungsweise in Folge einer fehlenden optischen Unterteilung/Gliederung einschließlich fehlender belebender Elemente (wie z. B. „Platzmöbel“, Sträucher bzw. Blühpflanzen) kahl und abweisend.
  • Der Platz lade nicht zum Verweilen ein, sei phantasielos, wirke steril und besitze kein Flair, welches öffentliche Plätze eigentlich auszeichnen sollte.
  • Dem Platz fehle eine gewisse Lebendigkeit durch ein gutes Wochenmarktangebot. Die derzeitig samstäglich vorhandenen drei Händler wirkten dort etwas verloren. Im Vergleich dazu sei beispielsweise der Kerpener Wochenmarkt auf dem Stiftsplatz deutlich besser aufgestellt und attraktiver.
  • Der Brunnen sei unschön gestaltet in Form und Material. Der vor der Platzumgestaltung in den 1990er Jahren vorhandene Brunnen sei wesentlich attraktiver und deutlich eleganter bez. ansprechender gestaltet gewesen.

Gestaltungs- bzw. Verbesserungsvorschläge aus der Horremer Bürgerschaft:

  1. Aufstellung von optisch gut gestalteten Pflanzenbehältnissen mit immergrünen Sträuchern und Blühpflanzen zur Auflockerung und Gliederung der großen Platzfläche mit dem Effekt, dass dadurch der Platz übersichtlicher, kleingliedriger und einladender wirkt.
  1. Aufstellung mehrerer Spielgeräte (z. B. Schaukeln, Rutsche, Klettergerüst) auf einem abgegrenzten Teilbereich des Platzes, beispielsweise an der Südseite, was den Platz für jüngere Familien attraktiv machen und „neues Leben“ auf diese zentrale Ortsfläche bringen würde.
  1. Lockere Aufstellung mehrerer zusätzlicher Sitzbänke auch auf der Platzfläche, beispielsweise in einem Halbrund um den Brunnen herum.
  1. Zulassung bzw. Akquise einer gegenüber der gegenwärtigen eher „bescheidenen“ Situation vergrößerten Händlerzahl zur Belebung des samstäglichen Wochenmarktes mit zusätzlichen Kunden.
  1. Mehr Veranstaltungen auf dem Friedrich-Ebert-Platz, wie beispielsweise:
  • eine Pflanzen-Börse für Jeden im Frühjahr eines jeden Jahres unter anderem mit Beteiligung des hiesigen Gartenbauvereins  
  • einen Herbst-Markt mit Produkten aus Garten und Landwirtschaft (auch B. mit Imkern, Vertretern von Baumschulen etc.)
  • ein regelmäßiger jährlicher „Tag der Vereine“ (so wie mehrmals in der Vergangenheit durchgeführt)
  • eine jährliche Präsentation der Leistungsfähigkeit unserer Freiwilligen Feuerwehr mit Übungen an Fahrzeugen, Geräten und Ausrüstung
  • weitere sportliche Aktivitäten zusätzlich zum bisherigen Citylauf, wie beispielsweise Präsentation von Tanz und Gymnastik (u.a. mit der Präha)
  • kleinere regelmäßigere Musikdarbietungen (Gesangs- und Instrumentalkunst), wie in letzter Zeit im Rahmen kleiner Biergartenkonzerte
  • reisende Kindertheater (z.B. Puppentheater)

    stattgefunden haben. Dies natürlich unter Beachtung der Interessen der Anwohner (angemessene Lautstärke, zeitliche Begrenzung).
  1. Attraktivierung der Platz-Gastronomie
    6.1 Vergrößerung des sehr kleinen, beengten Wirtschaftsgebäudes an der Ostseite des Platzes zur Verbesserung des Speisenangebotes.
    Anmerkung: Es handelt sich um ein sehr kleines Gebäude mit den Außenmaßen 4,97 m Länge und 2,98 m Breite, was einer Außenfläche von ca. 14,81 m² entspricht. Abzüglich der Mauerdicken von jeweils ca. 11,5 cm (bei einem Kalksandstein-Normformat von 24 x 11,5 x 7,1 cm) entspricht dies einer Innenfläche von lediglich ca. 13,04 m²: Dies ist ein sehr beengter Arbeitsraum mit nur beschränkten Speisenzubereitungsmöglichkeiten. Nach Ansicht erfahrener Gastronomiefachleute würde eine Vergrößerung dieser kleinen Fläche, beispielsweise durch einen einfachen Anbau, um ca. 15 m² mit dem Einbau einer angemessen großen Küche durch den/die Pächter erstmalig ermöglichen, auch Mittagessen anbieten zu können. In diesem Zusammenhang wird vorgeschlagen, das Ausbildungszentrum der Deutschen Bauindustrie in Kerpen zu kontaktieren mit der Zielsetzung einer kostenlosen bzw. kostengünstigen Erstellung eines einfach gestalteten Anbaus als Pilotprojekt bzw. als Leistungsnachweis der dortigen Auszubildenden. Vorteil für die Stadt wären z. B. höhere Pachteinnahmen, während die Bereitstellung der Inneneinrichtung – wie auch bisher – Aufgabe der Pächter wäre.

    6.2
    Ganzjährige Öffnung der Platz-Gastronomie. Nach Auffassung erfahrener Gastronomiefachleute ermöglichen mobile, schnell montierbare Wintergärten einen Gastronomiebetrieb auch außerhalb der bisherigen nur saisonalen Nutzung. Dies würde zur weiteren ganzjährigen Aufwertung dieses zentralen Platzes und zu zusätzlichen Pachteinnahmen für die Stadt führen.

Wir unterstützen die vorstehenden Anregungen und Vorschläge und sind der Auffassung, dass das bisher nur unzureichend genutzte Potenzial des Friedrich-Ebert-Platzes baldmöglichst vollständig realisiert werden sollte. Damit würde diese für den Stadtteil Horrem wichtige öffentliche Fläche entsprechend ihrer zentralen Lage und Bedeutung für unseren Stadtteil die ihr zuzumessende Aufwertung und Aufmerksamkeit erhalten.

Die Bevölkerung erhielte dort Zugang zu einem belebten Platz in angenehmer Atmosphäre, die zum Verweilen, zur Erholung und zur zwanglosen Begegnung unterschiedlichster Menschen aller Alters- und Bevölkerungsgruppen einlädt.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Lipp
SPD-Fraktionsvorsitzender

Daniel Dobbelstein
Vorsitzender SPD Horrem/Neu-Bottenbroich

print

 

One Response

  1. Ilara Ihlow sagt:

    Hallo,

    die erwähnte Pflanzenbörse auf dem Marktplatz ist bereits vom Gartebauverein und mir geplant. Man findet sie unter:
    https://www.facebook.com/PflanzenflohmarktinHorrem

    Ansonsten klingt eine Umgestaltung vor allem mit viel Grün sehr erstrebenswert. Die Schotterflächen könnten vielleicht wieder geöffnet und als Beete bepflanzt werden oder als Hochbeete aufgestockt. Möglicherweise könnte auch eine Reihe Hochbeete am Rand mit Krätern, Beerenpbst oder Gemüsepflanzen bepflanzt werden als Open Gardening Projekt oder nach dem Prinzip essbare Stadt. Oder es könnten Hochbeete als Raumteiler am Rand und zur Abgrenzung des Biergartens/ Spielplatzes verwendet werden. Bei der immergrünen Bepflanzung sollte wenn möglich darauf geachtet werden das Insektenweiden gewählt werden.
    An an einer Seite könnte ein bepflanzter Laubengang mit schattigen Sitzplätzen entstehen.
    Die Bäume rund herum könnten abends beleuchtet werden.
    Man könnte darüber nach denken ob es eine Möglichkeit gibt entweder an der Tribühne oder gegenüber eine Leinwand zu spannen um ein Open air Kino oder Theatervorstellungen zu ermöglichen. Die Tribühne wär dabei entwerder Sitzgelegenheit oder Teil der „Bühne“. Vielleicht möchte auch der zukünftige Gastronomiebetrieb sowas anbieten.
    Mehr Sitzgelegenheiten braucht der Platz auch auf jeden Fall.
    Es befindet sich links neben der Bushaltestelle ein Meallpfosten der evtl. mal Halterung für einen Zigarettenautomaten war. Da könnte man ohne viel Arbeit einen Bienenfutterautomaten anbringen. Ich habe dies bei der Stadt schon mal angeregt, bin aber nicht auf Interesse gestoßen.
    Die Bürger hier ein zu binden wär sicher eine tolle Idee. Vielleicht kommen dabei noch richtig gute Vorschläge.
    herzliche Grüße
    Ilara Ihlow

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.