Pressemitteilung zum Beschluss hinsichtlich des Neubaus der Sportanlagen für den Verein Blau Weiß Kerpen am neuen Europagymnasium
In der gestrigen Ratssitzung wurde endlich die finale Variante für den Neubau der Sportanlagen für den Verein Blau Weiß Kerpen 1919 e.V. vom Stadtrat beschlossen. Damit geht endlich eine jahrelange Hängepartie für den Verein zu Ende, denn diese finale Entscheidung im Zusammenhang mit dem Neubau des Europagymnasiums und weiteren Prüfungen, ob ein Neubau an der bisherigen Stelle erfolgen kann, hat über Gebühr Zeit beansprucht.
Entgegen der Ursprungsplanung musste nun zwischen verschiedenen abgespeckten Varianten entschieden werden, da die derzeitige Haushaltssituation zu Einsparungen auch bei diesem Neubau verpflichtete.
Die SPD hat dabei für die Variante 2 geworben und votiert, welche zwar um gut 450 m² Bruttogeschossfläche sowie Nutzfläche geringer ausfällt, jedoch deckte diese Variante im Raumprogramm immer noch den gesamten Vereins-, Schul- und Spieltagsbetrieb ab und war auch mit dem Verein vorabgestimmt.
CDU, AfD, Grüne, UWG/BBK, FDP und Piraten stimmten jedoch nicht für den SPD-Vorschlag und setzten bei Blau-Weiß Kerpen auf die weiter abgespeckte Variante 2b. Zwei Spieltagsbüros und der Multifunktionsraum fallen damit weg.
Dabei war die mit dem Verein abgestimmte Variante 2 längst kein Wunschkonzert: Das Raumprogramm wurde auch hier erheblich reduziert. Laut Kostenschätzung bleibt sie bereits 500.000 Euro unter dem Haushaltsansatz.
Doch dieser Sparkurs reichte offenbar nicht. Für weitere rund 300.000 Euro sollen Räume gestrichen werden, die dem Vereinsleben dauerhaft fehlen. Wie die wegfallenden Funktionen aufgefangen werden sollen, haben die Parteien, die dafür gestimmt haben, leider nicht erklärt.
Besonders bitter ist dabei: Im Sportausschuss hat der Verein ausdrücklich klargestellt, dass Variante 2b nicht mit ihm abgestimmt war.
Die schwierige Haushaltslage verlangt vernünftige Kompromisse. Variante 2 hat genau einen solchen Kompromiss geboten. Wer trotzdem weiter kürzt, trifft eine politische Entscheidung zu Lasten der Nutzungsmöglichkeiten des Vereins.
Die SPD wird sich weiter dafür einsetzen, dass trotz der schwierigen Haushaltslage die Vereine und das Ehrenamt nicht aus den Augen verloren wird, denn wir werden nicht bei Festreden das Ehrenamt loben und bei den Räumen den Rotstift ansetzen – das passt für uns nicht zusammen.
Andreas Lipp
Fraktionsvorsitzende

