Antrag

Übernahme Stromkosten und Unterstützung der Existenzhilfe in Kerpen -Antrag zur Sitzung des Rates am 12.05.2020

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

im Rahmen der starken Beschränkungen durch die Pandemie des Corona-Virus haben sich auch in Kerpen viele Bürgerinnen und Bürger und Bürgerinitiativen solidarisch zusammengeschlossen und bieten ehrenamtlich Hilfestellungen für die Menschen unserer Stadt an.

Hier werden Einkäufe für Menschen aus Risikogruppen angeboten, ehrenamtlich Mundschutzmasken genäht und vieles mehr. Dies alles verdient unsere höchste Anerkennung. In diesem Zusammenhang hatte die “Initiative Gemeinsam” zusammen mit der “Teestube Lichtblick”, den “Friseuren gegen Armut” und weiteren Helfern eine sogenannte Hilfstafel ins Leben gerufen, da die Tafeln ihre Dienste für die Bedürftigen aus gesundheitlichen Risikogründen vorübergehend einstellen mussten. Diese Hilfstafel heißt seit kurzem “Existenzhilfe”. Ihre Dienste boten die ehrenamtlichen Helfer bisher in Kerpen in einem Friseursalon an, da dieser geschlossen bleiben musste. Dieses Angebot wurde und wird immer noch rege angenommen, inzwischen auch von Menschen und Familien, die von Kurzarbeit und Jobverlust betroffen sind.

Diese Helferinitiative stand und steht vor folgenden belastenden Herausforderungen:

Die Müllentsorgung wird von den Helfern selbst vorgenommen und muss von diesen selbst bezahlt werden.

Die Räumlichkeiten müssen bedingt durch die Wiederaufnahme der Tätigkeiten des Friseurgeschäfts gewechselt werden.

Die Stromkosten für die Kühlwagen werden von den Helfern selbst bezahlt.

Unserer Kenntnis nach ist die Verwaltung hierüber bereits länger in Kenntnis gesetzt worden, aber es scheint aus uns nicht bekannten Gründen noch keine Klärung erfolgt zu sein.

Um diese große Solidarität und das Engagement zum einen zu würdigen, aber vor allem die weiter dringend benötigte Durchführung zu ermöglichen, möge der Stadtrat in seiner Sitzung am 12.05.2020 folgenden Beschlussvorschlag aufgrund seiner Dringlichkeit diskutieren und beschließen:

  1. Die Verwaltung der Kolpingstadt Kerpen wird kurzfristig dafür Sorge tragen, dass die Kosten für die Müllentsorgung für die Dauer der Durchführung während des gesamten Pandemiefalles von der Stadt übernommen werden.
  2. Die Verwaltung der Kolpingstadt Kerpen wird kurzfristig dafür Sorge tragen, dass die Kosten für die Stromversorgung der Kühlwagen für die Dauer der Durchführung während des gesamten Pandemiefalles von der Stadt übernommen werden.
  3. Die Verwaltung der Kolpingstadt Kerpen wird umgehend unterstützend tätig, eine Ausweichräumlichkeit zu finden.

Zu Punkt 3 sei festzuhalten, dass derzeit diverse Liegenschaften der Stadt, wie Veranstaltungshallen, nicht verwendet werden können. Ggfs. lässt sich hierüber eine Übergangslösung finden, evtl. verfügt die Stadt aber auch über andere Liegenschaften, die länger-fristig – ein Ende des Pandemiefalles ist ja noch nicht abzusehen – für die “Existenzhilfe” unentgeltlich angeboten werden können. Die genauen Anforderungen mögen hierzu mit den Organisatoren der “Existenzhilfe” umgehend abgeklärt werden.

Das Motto unserer Stadt lautet: Kerpen gelingt gemeinsam. Gerade in dieser Krise zählt dies umso mehr. Deshalb muss das “gemeinsam” auch die Unterstützung durch die Stadt beinhalten, damit solche guten Hilfsangebote überhaupt weiter durchgeführt werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Lipp
Fraktionsvorsitzender

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