SPD Sindorf widerspricht der Stadt / Nachtrag – Zu wenige Parkplätze am Bahnhof Horrem! Pendler werden nach Sindorf verwiesen!

Pressemitteilung

Wie am 04.11.2016 der Presse zu entnehmen war, verweist die Verwaltung weiterhin auf den Haltepunkt Sindorf als Ausweichmöglichkeit für Pendler, die in Horrem keinen Parkplatz finden.

Es ist festzuhalten, dass der P & R Platz für den Haltepunkt Sindorf, der an der L 122 Erfttalstraße liegt, seine Kapazitätsgrenzen ebenfalls erreicht hat. In der Ortslage Sindorf besteht keine Möglichkeit, eine P+R Anlage zu schaffen. Das gilt auch für die Zukunft, da nicht noch weiterer Autoverkehr in das Zentrum gezogen werden darf.
Wie es scheint, ist der Verwaltung das Gefüge des ÖPNV und der Busverbindungen im Einzelnen nicht bekannt und das, obwohl sie in ihren eigenen Reihen den Fahrplanexperten überhaupt hat, ohne den der AK ÖPNV ziemlich aufgeschmissen wäre.
In Horrem hält nicht nur die S 13/19 zwischen Düren und Köln. Hier halten auch im 30-Minuten-Takt die Züge des Regionalexpress, über die die Verbindung von und nach Köln nicht nur schneller geht, sondern auch der Fernverkehr in Kerpen eine Verknüpfung hat.
Ergänzend fährt im Berufsverkehr morgens und abends die S 12 zwischen Horrem und Köln.

Das Angebot des Bahnhofes in Horrem ist also deutlich größer und besser, somit ist es verständlich, dass Horrem über die Maßen beansprucht ist.

Das war aber von Anfang an allen bewusst.
Wer jetzt aber für Sindorfer auf den Bus verweist, der sollte sich doch einmal den Fahrplan und die Möglichkeiten anschauen, bevor er derartige Vorschläge macht.
In Sindorf gibt es einen Ringbus, die Linie 921, der ein großer Erfolg ist, aber abhängig ist von seinem privaten Betreiber.
Als Verbindung von und nach Horrem besteht nur die Linie 920. Diese Linie fährt von Kerpen über den Haltepunkt Sindorf nach Horrem, jedoch nicht in einem wirklich nutzbaren Takt. Das ist dem Umstand zu verdanken, dass Parallelverkehre zur S-Bahn unerwünscht sind und nicht bezahlt werden. Auch ist die Verknüpfung der Busse zu den Verbindungen in Horrem nach wie vor nicht optimal. Hinzu kommt, dass die Ampeln zwischen den Bahnhöfen Horrem und Sindorf nicht alle eine Vorrangschaltung für den ÖPNV haben und somit schnell Verspätungen, wenn auch nur im geringen Umfang, eingefahren werden. Somit ist die Verbindung zu den Zügen in Frage zu stellen, da die Verspätungen zu Lasten der Umsteigezeiten gehen.

Weiterhin gibt es noch die Linie 941. Diese fährt in Sindorf jedoch nur durch das Mühlenfeld mit einem viel geringeren Einzugsbereich. Die Verknüpfungen innerhalb Sindorfs mit dem Ringbus sind auch nicht unbedingt gegeben. Wer möchte auf diesen kurzen Fahrtstrecken auch dauernd umsteigen.
Die S-Bahn wiederum hat in Horrem keine direkte Verknüpfung mit dem Regionalexpress. Wartezeiten ca. 30 Minuten.
Auch bleibt zu berücksichtigen, dass bei Störungen im S-Bahn-Verkehr und die sind nicht selten, viele S-Bahnen bereits in Horrem enden. Das ist der eingleisigen Streckenführung zwischen Sindorf und Buir geschuldet. Würden die Bahnen weiter fahren, würden sich Verspätungen noch erheblich erhöhen und den Takt noch weiter durcheinanderwirbeln.
Im Störungsfall kommen somit die Fahrgäste in Horrem nicht weg, da die Busverbindungen nicht ausreichend sind.
Damit wären wir wieder am Anfang und zwar bei dem Auto und dem P & R Platz in Horrem.

Fazit: Auch wenn Aussagen wiederholt werden, werden sie damit nicht besser oder richtiger. Vorschläge sollten praktikabel und sinnvoll sein und nicht von der Wirklichkeit ablenken.

Branko Appelmann
Vorsitzender SPD-Sindorf

Helmut Schauwinhold
Stadtverordneter

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