Handlungskonzept der KerpenSPD für 2014 bis 2020

Haushalt und Finanzen

Die kommunalpolitischen Programme der Kerpener Sozialdemokraten sind immer davon geprägt, dass nur realistische und unter normalen Umständen einzuhaltende Vorstellungen und Versprechungen aufgenommen werden. Diese konsequente Haltung gilt auch in der derzeitigen Finanzsituation für unser Handlungskonzept für die Jahre 2014 bis 2020. Wir versprechen deshalb keine zusätzlichen Leistungen und kündigen auch keine neuen Vorhaben mit zusätzlichen, größeren finanziellen Belastungen für die Stadt an.
Der städtische Haushalt weist ein hohes, im zweistelligen Millionenbereich liegendes, strukturelles Defizit auf. Verständlicher ausgedrückt: Unsere Einnahmen reichen nicht aus, um die laufenden Ausgaben zu decken. Durch verantwortungsvolles Sparen wollen wir Sozialdemokraten wieder mehr kommunalpolitische Gestaltungsmöglichkeiten gewinnen. Eine Sparpolitik und einen Personalabbau nach dem Rasenmäherprinzip wird es mit uns nicht geben.
Wir Sozialdemokraten wollen gezielt daran arbeiten, durch Reduzierung der Ausgaben und Verbesserung der Einnahmen ein Haushaltssicherungskonzept zu verhindern. Bei den freiwilligen Leistungen konzentrieren wir uns auf die Schwerpunkte Kinder, Jugend, Bildung und Soziales. Ein Haushaltsausgleich ist jedoch nur bei einer strukturellen Verbesserung
der kommunalen Finanzen durch Bund und Land ein realistisches Ziel.
Der städtische Haushalt hat durch die Einführung der kaufmännischen Buchführung mehr Transparenz erhalten und okumentiert auch den Verbrauch von Ressourcen. Dies erfordert von der Kommunalpolitik ein radikales Umdenken und in besonderem Maße bei allen Entscheidungen die Beachtung der Nachhaltigkeit und der Folgekosten. Wir werden nicht
der Versuchung unterliegen, den Bürgern eine „Wünsch-dir-was-Politik“ anzubieten.

• Oberstes Ziel der KerpenSPD ist eine nachhaltige Finanzpolitik!

Stadtplanung, Stadtentwicklung und Verkehr

Mit Bürgermeisterin Marlies Sieburg wurde in den letzten 10 Jahren viel erreicht, zum Teil gegen erhebliche Widerstände aus den anderen Fraktionen. Das Fachmarktzentrum Falder/ Bürrig im Stadtteil Kerpen, der Ausbau der Kerpener Straße in Sindorf, die Umgestaltung des Bahnhofumfeldes in Horrem und auch die Neuordnung der Kerpener Hahnenstraße sind Beispiele hierfür. Dennoch besteht kein Anlass, sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben. Jetzt gilt es, unsere Stadt auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen und veränderten demografischen Gegebenheiten so weiter zu entwickeln, dass sie attraktiv bleibt bzw. wird. Aus sozialdemokratischer Sicht muss sich die weitere Entwicklung der Stadt unter Beteiligung und Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger vollziehen. Öffentliche Räume sind zusammen mit den Bürgern zu entwickeln und soweit wie möglich auch in Patenschaften zu pflegen und zu betreuen. Wir wollen eine Stadtentwicklung, die sich in etwa an der jetzt gegebenen Größe orientiert, aber einem maßvollen Wachstum nicht im Wege steht. Nur so werden wir Anteil haben an
der zu erwartenden Entwicklung in der Region, die entgegen dem Trend in Deutschland noch Wachstum mit sich bringen wird. Vor diesem Hintergrund wird es auch darauf ankommen, Lösungen für leer stehende alte Gebäude und nicht bebaute Grundstücke zu finden und Quartiere mit bedarfsgerechtem Wohnungsbau weiter zu entwickeln. Ältere Mitbewohner, aber auch in zunehmendem Maße jüngere Menschen haben einen wachsenden Bedarf an kleinen Wohnungen für inpersonenhaushalte. Darüber hinaus gibt es einen wachsenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum für Familien. Für beide Gruppen muss zukünftig geförderter Wohnungsbau wieder stattfinden. Barrierefreie Wohnungen sollen gefördert werden, nicht nur in neuen ohngebieten. Es kommt darauf an, mit attraktivem und bezahlbarem Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen einer „Ghettoisierung“ von Wohnvierteln vorzubeugen. Wir wollen dafür sorgen, dass sich Wohnviertel hinsichtlich ihrer Sozialstruktur nicht einseitig entwickeln.
Nicht nur Wohnen und Leben müssen in Kerpen attraktiv bleiben. Vielmehr müssen auch ausreichend Arbeitsplätze erhalten und geschaffen werden, um nicht zu einer Schlafstadt am Rande von Köln zu werden. Eine Stärkung der Innenstadt und der Stadtteilzentren trägt dazu bei, Wohnen, Leben und Arbeiten in Kerpen attraktiv zu machen. Mobilität innerhalb der Stadt ist dafür eine wesentliche Voraussetzung. Ein attraktives, bedarfsgerechtes Angebot an Öffentlichem Personennahverkehr muss Mobilität auch jenseits eines ständig wachsenden Individualverkehrs gewährleisten. Dazu sind Taktfrequenz und Vernetzung zu verbessern und alternative Lösungen für verkehrsarme Zeiten zu untersuchen. Darüber hinaus muss die Förderung der Nutzung von Fahrrad, E-Bikes und Car-Sharing das Angebot des ÖPNV und des automobilen Individualverkehrs ergänzen. Insbesondere die Förderung des Fahrradverkehrs werden wir als „Fahrradfreundliche Stadt in NRW“ weiter fortführen.
Für uns Sozialdemokraten gehört zur lebenswerten Stadt, dass keine Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete wirtschaftlichen Interessen geopfert werden. Vielmehr sind große Freiflächen zu erhalten und Naherholungsgebiete weiter zu entwickeln, wie zum Beispiel am Marienfeld und in der Erftaue.


• Wir wollen unsere Stadt lebens- und liebenswert erhalten und weiterentwickeln!

Für ein attraktives Lebensumfeld:
Ein neues Grünflächenkonzept

Die vielen Grünflächen in unserer Stadt bedürfen der Pflege und verursachen damit hohe finanzielle Aufwendungen. Den jetzigen Pflegestandard wollen wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern überprüfen. Unser Ziel ist es, zukünftig Flächen durch Patenschaften betreuen zu lassen. Hierbei können wir auf die Erfahrung anderer Kommunen zurückgreifen und anhand dieser ein neues Kerpener Grünflächenkonzept entwickeln. Von dieser Neuorientierung erhoffen wir uns ein attraktives Lebensumfeld, in dem sich die Bürgerinnen und Bürger für und in ihren Grünflächen engagieren können. Die im Jahr 2012 begonnene Storchenwiese (Baumwiese) für Neugeborene ist ein großer Erfolg in unserer Stadt. Diese Idee wollen wir ausweiten. Denkbar wäre dies in einem neu anzulegenden „Kerpener Stadtwald“.

• Die KerpenSPD steht für eine nachhaltige und vielseitige Grünraumplanung und wird die Bürgerinnen und Bürger in die   Gestaltung mit einbeziehen!

Klimaschutz, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit

Klimaschutz, Investitionen in erneuerbare Energien und nachhaltiges Handeln sind nicht länger nur Bestandteile der Bundes- und Landespolitik. Zahlreiche, vor allem kleinere Gemeinden haben bereits gezeigt, dass mit Hilfe von erneuerbaren Energien, Investitionen in oder Beteiligung an intelligenten Netzen („smart grids“) und in Speichertechnik auch auf kommunaler Ebene ein großer Beitrag zur Energiewende und nachhaltigem Wirtschaften möglich ist. Der Trend zur Re-Kommunalisierung durch Gründung von Stadtwerken hat vielerorts diese Entwicklung gefördert. All das ist nicht von heute auf morgen umzusetzen,
sondern braucht insbesondere in unserer noch immer von der Braunkohle geprägten Region einen langen Atem und ein strategisches Ziel – die Energiewende Kerpen. Unser Ziel ist direkt oder über Beteiligungsmodelle für die Kolpingstadt Kerpen und für ihre Bürger und Bürgerinnen:

− Eine bestmögliche Nutzung aller Leitungsnetze sicherzustellen und die größtmögliche Wirtschaftlichkeit bei der Abnahme von    Strom, Gas und Wasser zu gewährleisten.
− Einen nennenswerten, längerfristig wachsenden Anteil an erneuerbaren Energien dabei sicherzustellen. Dazu sind neben der    schon vorhandenen Kooperation mit RWE (Energiepartner Kerpen GmbH) auf dem Gebiet der Photovoltaik
weitere Möglichkeiten lokaler, umweltfreundlicher Energieerzeugung auszubauen.
Städtische Liegenschaften und Flächen sollen auf diese Möglichkeiten hin geprüft werden. Gemeinsame Gesellschaften zur    Energieerzeugung mit Nachbargemeinden können unsere Möglichkeiten zur Gewinnung erneuerbarer Energien vergrößern.
− Darüber hinaus müssen alle Anstrengungen fortgesetzt werden, um Energieeinsparungen zu erzielen. Dazu gehört    längerfristig die Umstellung des städtischen Fuhrparks auf Fahrzeuge mit Elektroantrieb, die Nutzung von LEDBeleuchtung
und die energetische Optimierung städtischer Liegenschaften einschließlich der Schulen.

Auf dem Weg zur „Energiewende Kerpen“ strebt die KerpenSPD die Gründung von Stadtwerken an, vorausgesetzt deren Wirtschaftlichkeit ist gegeben. Längerfristig sollte es damit möglich sein, einen Beitrag zur umweltfreundlichen, nachhaltigen und sicheren Energieversorgung zu leisten und auch die Finanzierung anderer kommunaler Aufgaben zu erleichtern
(z.B. Beitrag zum ÖPNV und zur Finanzierung von Bädern). Andere Kommunen praktizieren dies bereits erfolgreich.
Zur „Energiewende Kerpen“ gehört auch, eine ausreichende Beratung und Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger hinsichtlich von Energieeffizienz und Minderung des CO2- Ausstoßes. Energieeffizienz und Verringerung des Schadstoffausstoßes müssen auch für die Kolpingstadt Kerpen bei Investitionen die wichtigste Leitlinie sein.

• Wir wollen die Energiewende für Kerpen erreichen und bei öffentlichen Bauten beispielhaft sein!

Bildung und Betreuung

In den letzten Jahren wurde viel erreicht. So haben wir erfolgreich das Angebot an Plätzen für Unter-Dreijährige in den Kindertagesstätten ausgebaut und an allen Grundschulen die Offene Ganztagsschule (OGS) eingeführt. Diesen Weg werden wir weiter beschreiten, wobei unser Schwerpunkt jetzt bei der Schaffung eines ausreichenden Angebotes an Kindertagesstättenplätzen für Über-Dreijährige und eines bedarfsgerechten Ausbau der OGS liegt.
Betreuung beginnt in den Kindertagesstätten. Wir werden dafür sorgen, dass der Standard in den Kindertagesstätten beibehalten und den Bedürfnissen der sich ändernden Gesellschaft angepasst wird. Die Forderung, kein Kind soll zurückgelassen werden, muss bereits hier erfüllt werden. Nur wenn alle Kinder ohne Ausnahme und Unterschied gefordert und
gefördert werden und am Zusammenleben teilhaben können, werden sie eine Chance im Leben haben und erfolgreich sein können. Die Kinder sind unsere Zukunft. Hier darf nicht an der falschen Stelle gespart werden. Jugendzentren sind wichtiger Bestandteil der offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Kolpingstadt Kerpen und müssen bedarfsgerecht erhalten bleiben. Sie haben die Aufgabe, ein sinnvolles Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche anzubieten. Die Konzepte und Angebote
der Einrichtungen sind an die geänderten Erfordernisse und Notwendigkeiten anzupassen.
Die Schullandschaft in der Kolpingstadt Kerpen bietet ein vielfältiges Angebot. Die Kerpener Sozialdemokraten werden diese bedarfsorientiert im Einklang mit dem Schulentwicklungsplan weiter gestalten. Dabei setzen wir uns für den Erhalt und den Ausbau des guten Standards an den Kerpener Schulen ein, um eine zukunftsorientierte schulische Ausbildung zu gewährleisten. Unser oberstes Ziel ist, dass kein Kind eine Kerpener Schule ohne
qualifizierten Schulabschluss verlässt Der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen
(Inklusion) stellt die Stadt vor große Herausforderungen. Wir stehen dafür, dass die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen erfolgen. Vom Land Nordrhein- Westfalen erwarten wir, dass neben den notwendigen finanziellen Mitteln dafür auch eine ausreichende Zahl von Lehrerinnen und Lehrern sowie Betreuern zur Verfügung gestellt wird. Die Klassenstärken müssen für den inklusiven Unterricht gesenkt werden. Auch weiterhin wird es einen Bedarf an Förderschulen geben. Daher werden wir den Bestand unserer Förderschule sichern.

•  Kein Kind darf zurückbleiben!

Inklusion

Wir wollen die Inklusion als das verstehen und voranbringen, was in der Übersetzung des Wortes gemeint ist: Sie ist die vollständige Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben. Und damit ist für uns mehr als nur der schulische und soziale Bereich gemeint. Dazu müssen die Voraussetzungen erfüllt sein. Wie zum Beispiel deutlich
kleinere Klassenstärken, ausreichende Anzahl von Hilfskräften und geeignete Infrastruktur. Kein Mensch darf, egal aus welchen Gründen, daran gehindert werden am öffentlichen Leben teilzuhaben und seinen eigenen Beitrag dazu zu leisten. Diese Teilhabe beginnt mit der Geburt und endet erst mit dem Tod. Somit sind alle Lebensphasen eingeschlossen und
müssen unter diesem Gesichtspunkt betrachtet werden.
Das Miteinander von Menschen mit und ohne Handikap muss zu einer Selbstverständlichkeit werden, die keine Ausnahme kennt. Hindernisse und Barrieren, die das erschweren, müssen beseitigt werden. Dies gilt nicht nur für bauliche Maßnahmen.

• Wir können auf niemanden verzichten!

Demografischer Wandel

Der demografische Wandel macht auch vor Kerpen nicht halt. Der Anteil der älteren Bevölkerung wird in den nächsten Jahrzehnten zunehmen. Eine älter werdende Gesellschaft bringt große Erfahrungen und Potentiale mit sich, die in allen Lebensbereichen ausgeschöpft werden sollen.
Die Anforderungen des demografischen Wandels sind bei Infrastruktur, Wohnen und Verkehr zu berücksichtigen. Seniorengerechtem Wohnen, ambulanter und stationärer Pflege sowie der Sicherstellung der haus- und fachärztlichen Versorgung werden wir besondere Beachtung schenken. Ältere Menschen müssen die Möglichkeit haben, aus einem Spektrum
an Wohn- und Pflegeangeboten wählen zu können. Obwohl in den vergangenen Jahren entsprechende Wohnangebote in unserer Stadt geschaffen wurden, wird ein bedarfsgerechter, weiterer Ausbau der Wohnlandschaft unumgänglich sein. Dazu gehören öffentlich geförderter Wohnraum sowie das Angebot von kleinen und barrierefreien Wohnungen. Stationäre Pflegeeinrichtungen müssen in unserer Stadt ausreichend Plätze bieten. Kein Kerpener Bürger soll in der letzten Lebensphase seine Heimatstadt verlassen müssen. Pflegeberatung für Betroffene und deren Angehörige muss weiterhin in unserer Stadt möglich sein.
Die Innenstädte unserer Stadtteile müssen lebendig und attraktiv bleiben, um den Menschen in der zweiten Lebenshälfte Räume der Begegnung und Kommunikation zu bieten. Die KerpenSPD setzt sich innerhalb der einzelnen Stadtteile nachhaltig für die Bildung von Netzwerken und Quartierkonzepten ein. Dazu gehört auch ein attraktives städtisches Kulturprogramm
für alle Altersgruppen. Dieses muss auch die Bedürfnisse von Menschen mit Migrationshintergrund einbeziehen.
Für Menschen in der zweiten Lebenshälfte bietet die Seniorenakademie in Kerpen ein breit gefächertes Angebot, das es zu erhalten und auszubauen gilt. Ehrenamtliches Engagement von Seniorinnen und Senioren findet unsere volle Unterstützung.
Auch in Kerpen werden wir eine zunehmende Altersarmut als Folge der Erwerbsarmut erleben. Wir wollen eine Beratung durch die Kolpingstadt Kerpen, die den Betroffenen die erforderliche Hilfestellung zur Erlangung der Grundsicherung und darüber hinaus bietet.

• Die KerpenSPD sieht den demografischen Wandel als Herausforderung und Chance, unserem Zusammenleben neue Impulse zu geben!

Kultur und Sport

Auch in der jetzigen schwierigen Haushaltslage der Stadt werden wir weiterhin die wertvolle Arbeit der Vereine unterstützen. Unsere Schwerpunkte liegen bei der Förderung der Arbeit mit Jugendlichen und Behinderten. Der Bau des neuen Hallenbades in Kerpen war der letzte, noch fehlende Baustein zur Verwirklichung des Bäderkonzeptes. Wir wollen die Bäderlandschaft in der Kolpingstadt erhalten. Schwimmbäder sind ein Teil der Daseinsvorsorge einer Kommune und tragen zur Attraktivität einer Stadt bei. In der Kolpingstadt Kerpen haben wir ein vielfältiges Angebot an Sportstätten, die bedarfsgerecht erhalten werden sollen. Wir werden, wo immer es möglich ist und Vereine dazu bereit sind, Vereinsheime in deren Trägerschaft übergeben. Die kulturellen Angebote in der Kolpingstadt Kerpen durch Vereine, Organisationen und die Stadt selbst sind vielfältig und auf hohem Niveau. Dies gilt es in jeder Beziehung aufrechtzuerhalten, gerade als ergänzendes Kulturangebot am Rande der Millionenstadt Köln. Die langjährigen Städtepartnerschaften mit Oswiecim und St. Vith leben vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie der Vereine und Organisationen. Wir werden unseren Beitrag zu lebendigen Städtepartnerschaften leisten.
Die kommunale Musikschule „La Musica“ und die privaten Musikschulen Leisten hervorragende musikalische Bildungsarbeit in der Kolpingstadt Kerpen. Hierbei bietet die kommunale Musikschule ein vielfältiges Angebot, das so nicht von privaten Musikschulen geleistet werden kann. Musikalische Früherziehung und Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein. Wir werden für den Verbleib der Kolpingstadt Kerpen im Zweckverband der Musikschule „La Musica“ kämpfen.

• Wir fördern in Vereinen gezielt Jugend- und Behindertenarbeit!
• Das Nebeneinander von kommunaler und privaten Musikschulen ist unverzichtbar!

Integrationspolitik

Die Integrationspolitik der KerpenSPD steht unter dem Grundsatz von „Fordern und Fördern“.
Wir leisten dabei „Hilfe zur Selbsthilfe“.
Wir verfolgen das Ziel, allen hier lebenden Menschen die gleichen Zugangschancen zu Bildung, Ausbildung, Arbeit, bürgerschaftlicher Mitwirkung und dem gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Von unseren Mitbürgern mit Migrationshintergrund erwarten wir, dass sie sich aktiv am gesellschaftlichen Leben beteiligen und ihren Beitrag dazu leisten. Die Grundlage dafür ist die Werteordnung des Grundgesetzes; Parallelgesellschaften müssen vermieden werden. Schlüssel zur Bildung und Teilhabe ist die Sprache. Deshalb ist es unser Ziel, dass sich alle Kinder und Jugendlichen so gut in der deutschen Sprache verständigen können, dass sie eine Chance zum Schul- und Hochschulabschluss sowie auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt haben. Auch erwachsene Migranten müssen die Möglichkeit erhalten, durch Verbesserung der Sprachkompetenz ihre gesellschaftliche Teilhabe und ihre Chancen auch auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Unsere Volkshochschule leistet hier mit ihrem Angebot „Deutsch als Fremdsprache“ und Integrationskursen einen wichtigen Beitrag, so wie sie in der gesamten Erwachsenenbildung ein breitgefächertes und wertvolles Angebot bietet, das es zu erhalten gilt.
Der zunehmenden internationalen und kulturellen Vielfalt der Bevölkerung unserer Stadt tragen wir Sozialdemokraten Rechnung. Der interkulturelle Dialog ist für uns eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Die städtischen Angebote im sozialen und kulturellen Bereich wollen wir stärker an den Belangen der älteren Migrantinnen und Migranten orientieren.

• Wir fördern die kulturelle Vielfalt und den interkulturellen Dialog!

Sicheres und sauberes Kerpen

Alle Bürgerinnen und Bürger sollen in unserer Stadt sicher leben. Sie sollen sich jederzeit gefahrlos auf unseren Straßen bewegen können und auch ohne kostspielige private Sicherungsmaßnahmen nicht um ihr Eigentum fürchten müssen.
Sicherheit ist nicht allein Sache der Polizei. Durch Ordnungspartnerschaften mit der Polizei wollen wir an Brennpunkten, an denen gehäuft Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten begangen werden, für mehr Kontrolle und mehr soziales Miteinander sorgen. Durch gemeinsame Streifen der Polizei, des Ordnungsamtes und des Jugendamtes wollen wir an solchen
Orten Präsenz zeigen und ein Klima des Vertrauens zwischen Bevölkerung und Behörden schaffen.
Vorbeugende Sozialarbeit ist die beste Kriminalitätsbekämpfung. Wo Probleme erkannt werden, wollen wir uns weit im Vorfeld um die sozialen Belange kümmern und so gegensteuern. Dabei werden wir niemanden ausgrenzen, sondern die Betroffenen mitnehmen und beteiligen. In der städtebaulichen Entwicklung der Zukunft setzen wir verstärkt auf gemischte Wohnformen
mit einer ausgewogenen Sozialstruktur. Da, wo in der Vergangenheit Fehler gemacht wurden, müssen wir gegensteuern und durch Stadtteilarbeit für den Aufbau stabiler nachbarschaftlicher Strukturen sorgen.
Sauberkeit und Ordnung auf den Straßen und Plätzen verhindern Vandalismus und Kriminalität. Durch Werbeaktionen wollen wir die Bürgerinnen und Bürger dafür gewinnen, Straßen und Plätze ihrer Stadt sauber zu halten. Für ein sicheres und sauberes Kerpen brauchen wir ausreichendes Personal im Außendienst des Ordnungsamtes, den wir personell verstärken wollen. Nur so kann die erforderliche Präsenz der Ordnungskräfte erreicht werden. Sicherheit in Kerpen werden wir nicht den Konservativen oder gar den Rechten überlassen. Sie geht uns alle an und muss für alle gewährleistet sein.

• Sicherheit und Sauberkeit ist eine Aufgabe für alle!

Sicherheit persönlicher Daten


Das Grundrecht der informationellen Selbstbestimmung bedeutet, dass ein jeder Bürger frei über seine Daten bestimmen darf. Die KerpenSPD ist der Ansicht, dass die bei der Stadt vorliegenden persönlichen Daten mit Sorgfalt zu behandeln sind. Ohne Zustimmung jedes Einzelnen dürfen seine Daten nicht für kommerzielle Zwecke genutzt werden. Mit uns wird die Kolpingstadt Kerpen durch den Verkauf von Daten aus dem Melderegister keine Einnahmen erzielen. Die Kerpener Sozialdemokraten wollen, dass nicht der Bürger, sondern die Politik „gläsern“ ist. Um dies zu erreichen, treten wir für die Nutzung des Kommunenportals von „Abgeordnetenwatch“ durch die Kerpener Stadtratsmitglieder ein. Hier wird jedem Bürger die Möglichkeit
gegeben, öffentlich Fragen an Stadtverordnete zu stellen, die dann von den Ratsmitgliedern ebenfalls für jeden nachlesbar beantwortet werden können
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